Dienstag, 30. Oktober 2012

Alle meine Wünsche - Grégoire Delacourt

Titel: Alle meine Wünsche
Autor: Grégoire Delacourt
Verlag: Hoffmann und Campe
Seiten: 126
ISBN: 3455403840
Preis: 15,99 € (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 12.09.2012


In einem Wort: "Irritierend"

Inhalt: Jocelyne hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann: Einen Mann, zwei Kinder und einen kleinen Kurzwarenladen. Dennoch ist sie mir ihrem Leben nicht zufrieden. Der Mann scheint sich nicht für sie zu interessieren. Der Kontakt zu dem Sohn ist alles andere als gut und der Kurzwarenladen bringt kaum was ein. Erst als sie einen eigenen Blog beginnt, erfährt Jocelyne mehr Interesse und ihr Geschäft beginnt zu florieren. Eines Tages geschieht dann das, womit sie nicht gerechnet hat: Sie gewinnt im Lotto einen Millionenbetrag. Allerdings ringt sie damit, ihn auch wirklich abzuholen. Sie fragt sich, was der Gewinn für einen Einfluß auf ihr Leben haben könnte. Ihre Entscheidung soll nicht folgenlos bleiben... 

Meinung: Ich bin ein wenig zwiegespalten, was dieses Buch anbelangt. Ich liebe ja diese kleinen französischen Geschichten, die liebevoll erzählt werden in dem für die französiche Literatur üblichen Schreibstil. Das Buch trifft dementsprechend voll meinen Geschmack, allerdings gibt es einiges, was mich speziell an diesem Buch gestört hat. Da wäre zum Beispiel die aberwitzige Idee des Autors die Hauptakteurin "Jocelyne" und ihren Mann "Jocelyn" zu nennen. Diese Namensähnlichkeit empfand ich doch recht störend, da es das ein oder andere Mal zu Verwechslungen kommt und somit der Lesefluss gehemmt wird.

Einige empfanden zudem die doch manchmal recht vulgären Ausdrücke als störend. Das war bei mir nicht der Fall, zumindest sind sie mir nicht negativ aufgefallen. Das Buch liest sich wirklich flüssig. Witzig fand ich allerdings, dass sich Jocelyne selbst einschätzt als jemand, der sehr lange komplizierte Sätze schreibt, der Autor dies aber überhaupt nicht aufgegriffen hat und seine Sätze sehr kurz hält.

Ohne zuviel verraten zu wollen kann ich ehrlich gesagt nur schlecht auf das eingehen, was mich wirklich gestört hat an der Geschichte. Dabei geht es um die Hälfte nach dem Lottogewinn. Ich konnte einfach kein Verbindung mehr zu der Hauptprotagonistin aufbauen, die anfänglich noch vorhanden war. Dementsprechend konnte ich auch ihre Haltung und ihre Entscheidungen nicht mehr nachvollziehen und irgendwie kam sie mir extrem seltsam vor. Vielleicht sollte das Buch aber genau darauf abzielen. Ich konnte mir lange keine richtige Meinung zu dem Buch bilden. Zunächst passte es hervorragend in das Genre der kleinen französischen Geschichten, erfährt dann allerdings eine starke Wende und war für mich einfach nur noch irritierend. 

Ich hatte auch das Gefühl, dass das Buch gut und gerne ein paar Seiten mehr hätte vertragen können. Der zweite Teil war doch irgendwie sehr kurzlebig und für den Umfang der Handlung entschieden zu knapp gefasst. Es ist keinesfalls ein schlechtes Buch, aber der Schluss hat mich doch irgendwie dazu bewogen, es nicht als sehr gut einschätzen zu können. Aber entscheidet selbst. Würdet ihr vielleicht anders mit einem Lottogewinn umgehen? Ich würde es!

Kommentare:

  1. Hey Blue :-)
    Ich wollte nur mal kurz sagen, ich habe dich getaggt !

    http://book-struck.blogspot.de/2012/11/11-fragen-tag.html

    Wäre toll, wenn du mitmachst :-)

    Liebste Grüße

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  2. Du wurdest getaggt, schau mal rein ;)
    http://thecalloffreedomandlove.blogspot.de/2012/11/ich-wurde-getaggt-3.html

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